Moni und Roli Langzeit-Reisen

Das rote Zentrum von Australien

[von Roli]

Rotes Zentrum, das ist rot weil

- der Boden rot ist
- die Steine rot sind
- die Termitenhügel rot sind
- die Erde rot ist
Klicken vergrssert das Bild - und weil die Schuhe rot werden
Klicken vergrssert das Bild Der stahlblaue Himmel ist währenddessen nur mit ein paar Schleierwolken verziert.

Fahren und Fliegen

Rotes Zentrum, das heisst auch viele Kilometer fahren und viele Fliegen ertragen.
Klicken vergrssert das Bild Die Sehenswürdigkeiten rund um Alice Springs sind weit verteilt. Der direkteste Weg von Alice Springs zum Uluru z.B. ist 450km. Wir hören dazu z.B. The Pogues, Dirty Old Town, singen kräftig mit und sind glücklich. So lässt sich die Zeit besser vertreiben.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Je nach Region sind die Fliegen besonders lästig. Wenn sie auf den Armen und Beinen landen geht es noch, aber sie kriechen auch in die Augen, Nase und Ohren. Dann schützen wir uns mit einem Fliegennetz.

MacDonnell Ranges

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Westlich und östlich von Alice Springs erstrecken sich die McDonnell Ranges, eine Hügelkette mit Schluchten, Wasserlöchern und Wanderwegen.
Klicken vergrssert das Bild Interessant farbig sind die Ochre Pits, wo früher die Aboriginies Farbe abschabten um damit ihre Haut oder Höhlen zu bemalen.

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Auf einer Wanderung konnten wir einige Tiere beobachten. z.B. Schlangen, Dingos, Hasen, Geckos, Rock-Wallabys (Wallabys sind eine kleinere Art von Kängurus), Käfer und nochmals Käfer. Hallo Chregu, das ist der Beweis, dass wir die Käfer genauestens studieren.
Klicken vergrssert das Bild Abends suchte dieser Dingo die Camp-Area auf um etwas Fressbares zu finden. Später, als es dunkel wurde, hörten wir in der Ferne ein ganzes Rudel Dingos heulen und es fuhr uns kalt den Rücken herunter. Ouuuu-uuuh.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Vögel sind allgegenwärtig. "Man kommt zum Staunen nicht heraus." Es ist nur manchmal schwierig sie zu fotografieren.

Palm Valley

Klicken vergrssert das Bild Ein Phänomen Australiens: Mitten im Nichts des Outback findet sich ein Tal mit Palmen.

Kings Canyon

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Viele Leute verpassen ihn in der Hast auf dem Weg zum Uluru, aber er ist allemal ein Abstecher wert, der Kings Canyon. Den Rest erzählen die Bilder.

Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas)

Wir begeben uns auf den Weg zum Uluru. Auf dem letzten Rastplatz 30km vor dem Ziel übernachten wir. Am nächsten Morgen fahren wir in der Dunkelheit los, damit wir den Sonnenaufgang beim Uluru erleben können. Das Kribbeln im Magen fängt an, die Spannung steigt. Wo ist er? Siehst du ihn schon?

Klicken vergrssert das Bild In der Morgendämmerung entdecken wir am Horizont zum ersten Mal den Uluru. "Wow, lueg, de Uluru! Geil! Juhuu!", das Wahrzeichen Australiens.
Die Sonnenaufgangs-Freude teilen wir mit hunderten anderen Touristen. Die Ostseite des Uluru ist den Aboriginies heilig. Fotos dürfen nur für private Zwecke gemacht, aber nicht publiziert werden.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Wir begeben uns auf den Base-Walk rund um den Uluru (einfacher Fussmarsch, ca. 10km). Schon nach wenigen Metern sind wir fast alleine. Wir erkunden die Details, Furchen und Formen dieses Monoliths.
Der Aufstieg auf den Uluru ist heute geschlossen weil der Wind zu stark ist. Wir möchten den Uluru besteigen, obwohl die Anangu (Aboriginies, die dort leben) davon abraten. Die Anangu fühlen sich verantwortlich für die Leute, die den Uluru besteigen und sind traurig, wenn sich dabei jemand verletzt oder gar das Leben verliert. Nicht die Besteigung ist das Problem, sondern die Unfälle.
Klicken vergrssert das Bild Am nächsten Tag ist der "Climb" offen und wir staunen nicht schlecht ab den Japanern, die mit Halbschuhen und hohen Absätzen die steile Wand in Angriff zu nehmen versuchen. Der Aufstieg ist nicht zu unterschätzen und stellenweise so steil, dass auch ich die Kette zu Hilfe nehme, obwohl ich gute Wanderschuhe trage.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Oben auf dem höchsten Punkt wimmelt es von Touristen, man gratuliert sich zum gelungenen Aufstieg und mit dem Handy werden Grüsse ins ferne Heimatland verschickt. Dabei wäre hier wieder der schöne Uluru und die Aussicht zu bestaunen.

Uluru bei Sonnenuntergang

Klicken vergrssert das Bild Wir finden uns früh am Sunsetpoint ein, der Parkplatz füllt sich allmählich denn der Sonnenuntergang am Uluru ist das Highlight. Je tiefer die Sonne desto mehr verwandelt sich lautes Geschwätz in gelegentliches Flüstern. Alle geniessen den besonderen Moment. Es ist eindrücklich.
Klicken vergrssert das Bild Die Abendsonne taucht den Stein in blutrote Farbe.

Kata Tjuta (Olgas)

Klicken vergrssert das Bild Eine bizarre Anhäufung von runden Felsen stehen im gleichen Park wie der Uluru etwa eine halbe Autostunde entfernt. Sie sind zwar weniger bekannt, aber genauso eindrücklich. Kata Tjuta heisst für die Aboriginies viele Köpfe.
Klicken vergrssert das Bild Bei der Anfahrt lief uns dieser Dornteufel über den Weg. Er ist ein Mitglied der Familie der Agame. Agame ist eine Echsenfamilie in tropischen Gebieten der Alten Welt und Australiens, mit etwa 3000 Arten, z.B. Flugdrachen, Moloch, Segelechsen, Siedleragame und eben Dornteufel. Weil wir mitten auf der Strasse angehalten haben um ihn zu fotografieren, gab es einen kleinen Stau. Die andern waren aber nicht unglücklich darüber, sondern taten es uns gleich.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Wir haben die 8km-Wanderung durch das "Valley of the Winds" gemacht. Es hat aber nie richtig Wind gehabt und so mussten wir viel Wasser trinken um uns abzukühlen.

Zurück in Alice Springs

Klicken vergrssert das Bild Als wir nach Alice Springs zurück kamen, buchten wir kurz eine Parzelle auf dem uns bekannten Campingplatz und schickten Monique und Sascha ein SMS, um zu fragen, ob sie noch in der Stadt sind. "Ja, sind wir, aber auf einem anderen Campingplatz" kam es zurück und wir gingen sie nach dem Mittagessen besuchen.
Klicken vergrssert das Bild Monique und Sascha waren nicht die einzigen Schweizer auf dem Platz. Wir lernten Kurt und Rosmarie kennen. Die beiden sind durch Asien bis nach Singapur gefahren und haben dort ihr Auto nach Australien verschifft. Diese Reise und ihr interessantes Leben gab viel Stoff zum erzählen und diskutieren. Wir plauderten den ganzen Nachmittag und gingen abends zusammen Essen.
Eigentlich hätten wir an diesem Tag nur einige Sachen in der Stadt erledigen und weiterfahren wollen. Das Treffen mit den andern Schweizer hat uns aufgehalten und grossen Spass gemacht.
Und genau jetzt kommt es wieder hoch, dieses Freiheitsfeeling. Keiner schreibt dir was vor, du hast keine Termine, keine Sitzungen, keine Pflichten, der Heimreisetermin liegt in weiter Ferne. Wenn du grade mal Lust hast zum "Schnörre", dann machst du das und wenns Abend, Morgen und wieder Abend wird. Es ist unglaublich schön dieses Gefühl, granatenscharf. Das ist für mich wirkliche Freiheit.

Devils Marbles

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Auf dem Weg nach Darwin, etwa 400km nördlich von Alice Springs finden sich die kugelförmigen Devils Marbles. Nach der Mythologie der Aboriginies sind sie gelegte Eier der Regenbogenschlange. Die Granitkugeln mit einem Durchmesser bis zu 6m sind durch Wind- und Wassererosion entstanden.
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Nun freuen wir uns auf die nächsten Ziele im Northern Territory: Darwin, Kakadu- und Litchfield-Nationalpark.
Moni und Roli