Moni und Roli Langzeit-Reisen

Neuseeland Südinsel Teil 2

[von Moni]

Dunedin

Die Fahrt von Balclutha nach Dunedin wird gemäss Wettervorhersage äusserst spannend. Schneefall soll es heute geben. Die Campingbesitzerin meint zu uns, ob wir wirklich heute losfahren wollen. Die Strassen seien gestern schon wegen dem Schnee gesperrt gewesen. Der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Weit und breit kein Schnee in Sicht. Wir fahren und kommen ohne eine Flocke gesehen zu haben in Dunedin an. Die Wetterfrösche von Neuseeland sind nicht besser als die in der Schweiz!
Klicken vergrssert das BildDunedin ist die zweitgrösste Stadt auf der Südinsel von Neuseeland. Der Name ist schottisch wie die Gründer selbst.
Wir schlendern zwei Tage durch die Gassen von Dunedin. Im Universitätsbookshop wird für Leseratten alles geboten. Wir stöbern in den Regalen aber die Preise lassen uns vernünftig sein. Selten ist ein Buch unter $ 50.-.
Klicken vergrssert das Bild Im Otago Museum können wir etwas über die Maoris erfahren. Ein Kriegskanu ist ausgestellt und ein Versammlungshaus nachgebaut.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Die Railwaystation ist ein Bau aus den Jahren 1873 - 1906 und war der grösste und geschäftigste Bahnhof seiner Zeit von ganz Neuseeland. Die Innenhalle mit den alten Billett-Schaltern ist heute noch schön zum angucken.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Die Baldwin Street ist im Guinness-Buch der Rekorde als steilste Strasse der Welt aufgelistet. Dies wollen wir mal sehen. Immerhin ist es eine bewohnte Strasse in der Auto gefahren wird. Also kann es nicht so schlimm sein. Wir spazieren die Strasse hoch und runter. Nicht sehr speziell aber als Touristenattraktion immer gut. Wenn man die Strasse mit dem eigenen Auto hinauffährt kann man im Touristenoffice gegen zwei Dollar ein Zertifikat erstehen.

Moeraki

Klicken vergrssert das Bild Die einzige grosse Attraktion in Moeraki sind die kugelrunden Felsbrocken, welche am Strand liegen. Die Entstehung dieser Kugeln ist nicht einfach zu verstehen und am ehesten zu vergleichen mit der Bildung einer Perle in der Auster. Meeressediment hat sich um ein Stückchen Holz, Muschelfossil oder auch um ein Knochensegment angesetzt und so über 60 Millionen Jahren die Kugeln geformt. Die Brandung hat die Klippe ausgewaschen, die Kugeln haben sich gelöst und sind auf den Strand gekullert.

Mount Cook

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Der höchste Berg Neuseelands hat stattliche 3755 Meter und nennt sich Mount Cook. Klar, da wollen wir hin. Die Fahrt wird von orkanartigen Böen und Regen begleitet. Das Lenken des Campers wird erheblich erschwert. Im Mount Cook Village angekommen wird im DOC-Office als erstes die Wetterprognose studiert. Für Morgen sind Aufhellungen angesagt und einer Wanderung steht nichts im Wege. Je fortgeschrittener die Nacht, desto weniger glauben wir daran. Ein heftiges Gewitter mit unglaublichen Regengüssen zieht über unsere Köpfe hinweg. Am nächsten Morgen staunen wir nicht schlecht als sich die Bergwelt in purem Sonnenschein zeigt. Klicken vergrssert das BildKlicken vergrssert das BildMit Mütze und Handschuhe gewappnet starten wir die Wanderung zum Hooker Valley.

Hanmer Springs

Die Schönwetterphase hat nicht lange angehalten und was eignet sich da besser als in Hanmer Springs im Thermalbad zu relaxen? Die Thermal Springs wurden 1859 von William Jones entdeckt, als er sich auf die Suche nach verlorenem Vieh machte. Seit daher hat der Ort Berühmtheit erlangt und wird als Kurort sehr geschätzt.

Pancakes Rock

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Im Paparoa NP beim Highway 6 sind die Pancakes Rocks ein beliebter Lookout. Der Name sagt schon fast alles. Wie dünne Pfannkuchen sind die einzelnen Steinschichten aufeinander gestapelt. Die vielen Löcher zwischen den einzelnen Platten ergeben Hohlräume für unzählige grössere und kleinere Blowholes.

Oparara Basin

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Einige Kilometer nördlich von Karamea liegt das Oparara Basin mit seinen spektakulären Kalksteinformationen, Höhlen und Felsbögen. Die Oparara Arch ist mit 45 m Höhe, 40 m Breite und 200 m Länge ein Naturspektakel sondergleichen.

Motueka

Klicken vergrssert das Bild Dies ist unser Ziel um wieder mal Schweizer zu treffen. Die Adresse haben wir von Anita und Hanspeter in Australien bekommen. Leni und Herbert sind vor 18 Jahren nach Neuseeland ausgewandert. Liebevoll werden wir willkommen geheissen und mit Kaffee, Tee mit Kräutern aus dem eigenen Garten und einem sehr leckerem Zwetschgenkuchen verwöhnt. Unserer Nachtlager dürfen wir bei ihnen aufschlagen und am nächsten Morgen gibt's zum Frühstück selbst gemachten Zopf. Lieben Dank für die Gastfreundschaft Leni und Herbert.

Golden Bay

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Von Motueka geht's weiter nördlich zur Golden Bay. Unseren ersten Halt machen wir in Kaiteriteri. Hier verweilen wir ein bisschen um schöne Fotos zu machen.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild In Marahau sind wir für zwei Tage stationär. Mit einem Wassertaxi lassen wir uns in den Abel Tasman NP zu der Bark Bay bringen. Von da beginnt die Wanderung nach Anchorage. Der Weg führt über den Abel Tasman Coastal Track und der Blick zur Frenchman und Torrent Bay sind sehr eindrücklich. In Anchorage besteigen wir wieder das Taxi welches uns im highspeed-Tempo nach Marahau zurückbringt. Brrr...der kalte Wind lässt uns Ohren und Nasen zufrieren.
Über den Takaka Hill gelangen wir in das gleichnamige Städtchen. Hier ist offenbar ein Ort für Lebenskünstler. Die Bewohner leben meist von irgendwelcher Art (zu Deutsch Kunst) die sie in kleinen Shops verkaufen. Genauso wie der Ort selbst, ist auch die Pizza sehr individuell die wir beim Italiener bekommen.
Klicken vergrssert das Bild Etwas östlich von Takaka bringt uns ein 40-minütiger Fussmarsch zu dem Wainui Fall. Roli bringt höchsten Einsatz für ein gutes Foto und fliegt beim Überqueren des Flusses voll auf die Schnauze. Kleine Verletzungen an Hand und Knie sind die Folgen. Aber dafür ein gutes Foto im Kasten.
Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das BildDas Wetter ist wieder mal gegen uns und beim Cape Farewell regnet es in Strömen. Nur kurze Pausen erlauben uns ein paar Schritte zu machen. Doch da! Was ist das? Blauer Himmel mit ein bisschen Sonnenschein. Jetzt aber nichts wie ab zum Wharariki Beach. Tatsächlich kommt die Sonne immer mehr hinter den Wolken hervor und wir sind ganz beigeistert von dem Strand wo der Wind seine Silhouetten in den Sand gezeichnet hat.
Die Rückfahrt von der Golden Bay führt uns abermals bei Leni und Herbert vorbei. Hier verbringen wir erneut sehr schöne Stunden und lernen dabei noch Cornelia und Martin mit Familie kennen. Martin hat zurzeit Probleme mit dem Computer und so kommt es, dass wir einen Tag später bei der Familie Hartmann-Baumberger sind und Roli Support leistet. Wir werden zu einem sehr guten Nachtessen eingeladen und dürfen bei ihnen übernachten. Herzlichen Dank!

Nelsonumgebung mit Schlemmerei

Die Umgebung von Nelson ist bekannt für europäische Bäcker- / Metzgerprodukte. Am Sonntagsmarkt von Motueka erstehen wir uns von einer deutschen Wursterin schmackhafte Bratwürste, Servelats und Fleischkäse.
Klicken vergrssert das Bild In Mapua gönnen wir uns ein richtiges Schweizer Gipfeli und eine leckere Cremeschnitte. Und zuletzt gibt's in Richmond eine dicke Brezel, wiederholt Gipfeli und der Gaumenluxus von einem himmlischen Bienenstich. Ach, uns geht's wieder mal so richtig gut!

Fazit

Mit verwöhnten Geschmacksnerven und vollem Bauch können wir der Südinsel Adieu sagen.