Moni und Roli Langzeit-Reisen

Top End Australia

[von Moni]

Klicken vergrssert das Bild Die Fahrt von Alice Springs in den nördlichsten Teil des Northern Territory (Top End) gestaltete sich als nicht sehr abwechslungsreich. Ab und zu schauten wir auf der Karte nach, wann die nächste Kurve kommt. Mit guter Musik, philosophieren über die Zukunft, diskutieren über unsere Reise etc. haben wir ca. 1800 Kilometer inklusiv dem Kakadu Nationalpark hinter uns gebracht, bis wir in Darwin angekommen sind.

Buschbrände

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das BildAls Europäer sind wir Waldbrände nicht gewohnt. Sie sind gefährlich und hinterlassen ein Bild der Verwüstung.
Bei den Buschbränden im nördlichen Australien ist das anders. Buschbrände gehören zur Landschaft seit tausenden von Jahren. Pflanzen und Tiere haben sich daran angepasst. Im Gegensatz zu einem Waldbrand verbrennen die meisten Bäume gar nicht, nur das trockene Gras und Büsche. Gewisse Pflanzen brauchen das Feuer sogar um richtig zu gedeihen. Um schlimme Brände zu vermeiden und um Gebäude und Einrichtungen zu schützen, werden kontrollierte Brände gelegt und per Satellit überwacht.
Wir fuhren schon mehrmals durch brennende Gebiete. Beim ersten Mal sind wir schon ein bisschen erschrocken, waren aber erleichtert, als wir 200m weiter vorne sahen wie der Brand gelegt wird. Eine Person sitzt auf der Brücke eines fahrenden Kleinlastwagens ("Ute") und hält einen brennenden Stock ins trockene Gras.
Also, alles halb so wild. Durch Buschbrandgebiete zu fahren stellt in der Regel keine Gefahr dar. Deswegen werden auch die Strassen nicht gesperrt.

Kakadu Nationalpark

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Der Kakadu Nationalpark ist in der World Heritage als Natur- und Kulturerbe aufgeführt, zum Schutz von Krokodilen, Aboriginal-Felsbildern und Millionen von Vögeln. 20'000 km 2 gilt es zu erforschen, bestaunen und zu erklimmen. Der Name Kakadu kommt von der dort ansässigen Aboriginie-Sprache, welche im nördlichen Teil des Parks gesprochen wurde.

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Die Salzwasserkrokodile (Crocodylus porosus) sind nicht nur im Kakadu NP zu Hause, sondern auch in Indien, Südostasien und Papua New Guinea.

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Mit speziellen Fallen wird im Kakadu NP probiert die Krokodile zu fangen und umzusiedeln. Der Name "Salzwasserkrokodil" täuscht! Nicht nur in diesem Gewässer fühlen sie sich sehr wohl sondern auch im Süsswasser, kleinen Teichen und Flüssen. Immer auf einen leckeren Happen hoffend, setzen sie sich auf die Lauer um einem unachtsamen Touristen ein bisschen an den Zehen zu knabbern.

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Klicken vergrssert das Bild Obwohl das Klima sich zu einer fast unerträglichen Hitze und Schwüle geändert hat, haben uns die Warnschilder davon abgehalten in das herrlich kühle Nass zu springen. Wir hatten nicht die geringste Lust als Delikatesse auf dem Speiseplan eines Krokodils zu erscheinen. Umso mehr war die allabendliche Dusche ein Höhepunkt des Tages.

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Die Wanderungen in den verschiedenen Regionen des Parks haben wir jeweils auf den kühlen Morgen verlegt. Doch auch in dieser Zeit ist uns der Schweiss in Bächen herunter gerieselt und wir haben soviel Wasser getrunken wie noch nie. Kaum intus, verdunstete es auch gleich wieder.

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Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Zwei der speziellen Plätze sind die Jim Jim und Twin Falls. Nur in der Trockenzeit und mit einem 4 WD zu erreichen machten wir uns auf den Weg. Der letzte Abschnitt musste jeweils zu Fuss über Felsgebiet zurückgelegt werden. Wieder mal richtig etwas für uns im Schweizerstil zu wandern. An dem wundervollen Ort angekommen, setzten wir uns auf einen bequemen Stein und genossen die Atmosphäre für ein paar Stunden.

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Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Im Nourlangie-Gebiet haben die Einheimischen bis vor ca. 20 Jahren die Kunst der Felsenmalerei, um die traditionelle Geschichte und Religion ihres Volkes weiterzulehren, noch praktiziert. Es gibt jedoch immer weniger Aboriginies die die komplexen Malereien noch beherrschen und lehren können. Uns hat es beeindruckt ein wenig von dieser Kultur "sehen" zu können.

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Klicken vergrssert das Bild Auf dem Ubirr-Rock hat man eine wunderbare Aussicht auf das Wetland des Parks.

Darwin

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das BildIn Darwin angekommen, haben wir unsere Aktivitäten vollends auf das Minimum beschränkt. Wir schmolzen wie Schweizer Fonduekäse vor uns hin. Die so genannte "Build-Up" Zeit vor dem Monsunregen, bei der die Luftfeuchtigkeit ins Unermessliche steigt, machte uns am Tag wie auch in der Nacht zu schaffen. An Schlafen in der Nacht war fast nicht zu denken. Es waren täglich 40 Grad im Schatten. Bis zur Morgendämmerung kühlte es auf erträgliche 30 Grad ab. Zum Glück gibt es Shoppingzentren, welche klimatisiert sind!
In den fünf Tagen haben wir inzwischen alte Bekannte, Monique und Sascha und neue Leute, Ursi und Remo, wieder getroffen und kennen gelernt. Eifrig wurden News und sonstiges Allerlei getauscht.

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Unser Einfamilienhaus hatte einen Service nötig. In einer Garage unsere Wünsche ausgesprochen, konnten wir die Schlüssel im gleichen Moment abgeben und 3 Stunden später unser zu Hause, neu überholt, wieder in Empfang nehmen. Wir haben nur noch gestaunt wie effizient dies alles vor sich ging. Einfach Glück gehabt oder Wirklichkeit? Who knows! Wir konnten auf jedenfall die nächsten 15'000 Kilometer in Angriff nehmen.

Litchfield Nationalpark

Klicken vergrssert das Bild Klicken vergrssert das Bild Den Litchfield NP, welcher südlich von Darwin liegt, haben wir wider erwarten in nur einem Tag erkundet.

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Klicken vergrssert das Bild Der Unterschied zu anderen Parks war, dass gebadet und durchs Wasser gewatet werden durfte nach Herzenslust. Keine Krokodile machten einem das Leben schwer.

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Interessant sind hier die flachen Termitenhügel mit genauer Nord-Süd-Ausrichtung. Im Gegensatz zu Roli haben die Termiten keinen Kompass dabei, sie bauen ihre Hügel nach dem Sonnenverlauf. Ihr Bau soll vor allem am Morgen und Abend viel Wärme aufnehmen. Im Moment würden wir einiges tun um die Wärme zu halbieren. Wer möchte ein wenig?

Den Victoria Highway unter die Räder genommen, kamen wir der Grenze zu Western Australia näher. Die Luftfeuchtigkeit hat ein wenig abgenommen aber die Wärme ist geblieben. Wie es wohl sein wird, wieder mal einen "kalten" Tag zu erleben?